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Lesung im Kloster: „Das Eisenbahnunglück“ von Thomas Mann

„Etwas erzählen? Aber ich weiß nichts. Gut, also ich werde etwas erzählen…“

Mit diesen selbstironischen Worten hebt der Ich-Erzähler an, die Begebenheit eines Eisenbahnunglücks zu schildern, das dem Verfasser, Thomas Mann im Jahre 1906 tatsächlich widerfahren war. Die kleine Novelle, 1909 erstmals erschienen, erzählt von einer Reise mit dem Nachtzug von München nach Dresden, die „nicht weit hinter Regensburg“ unsanft unterbrochen wurde. Ein harmloses Unglück ist es, „keine allgemeine Ziehharmonika“, wie der Erzähler versichert. Und dennoch löst dieser Zusammenstoß eine kleine Revolution unter den Fahrgästen aus. Die wilhelminisch-wohlgeordnete Klassengesellschaft – hier übertragen auf die Klassen der Zugabteile – wird auf den Kopf gestellt, niemandem nützt es, sich aufzulehnen gegen den nun herrschenden „Kommunismus“…

„Siehe, meine Freundin“

Zwiesprache der Seele mit Gott

Den „Weg der Seele zu Gott“ vollzieht das Biengener Vokalensemble unter der Leitung von Sven Hinz in seinem neuen a-cappella-Programm nach. Mit Werken von Heinrich Kaminski, Arvo Pärt, Felix Mendelssohn Bartholdy, Charles Villier Stanford, Ola Gjeilo, Knut Nystedt u.a. werden fünf Seelen-Stadien – Verzweiflung, Gebet, Erhörung, Einheit und Freude – musikalisch beleuchtet.
Dazwischen erklingen Werke für Harfe solo, gespielt von Marie Noirjean.

BVE_Herbst_2017

Sonntag, 12. November 2017
17 Uhr
Kirche St. Cyriak, Sulzburg
Eintritt frei (Spenden erbeten)

114. Soirée Text und Ton: „Die lieben Verwandten“

„Der Bestsellerautor sitzt am Schreibtisch. Seine Bücher sellen sich best.“

Wieviel Schilling kostet eine Ohrfeige? Oder ein Gemälde von Caneloni, dem unbekannten Rubensschüler? Wissen Sie schon, was einmal Ihre letzten Worte auf dem Sterbebett sein sollen?
„Sie werden daliegen, ein dummes Gesicht machen, und es wird Ihnen nichts einfallen“, konstatiert  Joschi trocken, eine der Hauptfiguren in Hugo Wieners Geschichtensammlung „Die lieben Verwandten und andere Feinde“. Darum ist Joschi als Handlungsreisender in Sachen Zitate zum Abtreten unterwegs.
Der Bestsellerautor dagegen verstresst seine Zeit mit Un-Leben, und erst der Medizinische Fortschritt höchstpersönlich muss ihn darauf aufmerksam machen: Was fangen Sie eigentlich mit Ihrem verlängerten Leben an?
Diese und andere pikante Fragen werden en passant in den humoristischen Kurzgeschichten des Wiener Kabarettisten gestellt. Beantworten müssen wir sie allerdings selber!

 

Hugo Wiener, 1904 geboren, gilt als einer der vielseitigsten Humoristen, Satiriker, Komponisten, Librettisten seiner Zeit und steht durchaus in derselben Reihe wie Georg Kreisler, Ephraim Kishon oder Loriot. Seine Frau, die Sängerin und Schauspielerin Cissy Kraner, lernte er 1938 während seiner Flucht vor den Nazis kennen, auf einem Schiff nach Bogotá. Im Exil gründeten sie eine Pianobar, in der Cissy allabendlich die Chansons ihres Mannes in
Hugo Wiener und Cissy Kraner fünf verschiedenen Sprachen vortrug, während er sie am Klavier begleitete.

Nach zehn Jahren kehrten sie nach Wien zurück und feierten als Ensemblemitglieder des Wiener „Simpls“ Erfolge. Später übernahm Hugo Wiener die künstlerische Leitung des 1912 gegründeten Bierkabaretts. In dieser Zeit entstanden seine berühmten Doppelconferencen („Der Gescheite und der Dumme“), die er für Karl Farkas und Ernst Waldbrunn verfasste.
Zu den bekanntesten seiner über vierhundert Chansons zählen „Der Novak lässt mich nicht verkommen“ oder „Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Vorderzahn“, die von Cissy Kraner in unvergesslicher Weise interpretiert wurden. Wiener starb 1993 im Alter von 89 Jahren.

„Wir leben im Zeitalter der Nacktheit. Werbung, Film und Fernsehen bringen nackte Männer, nackte Frauen, nackte Tatsachen. Was wir verhüllen, ist nur – die nackte Wahrheit.“

Freies (Ober)Tönen für alle!

„Nacht der offenen Kirchen“

Am 20. Mai öffnen die Offenburger Kirchen unter dem Motto „Ich bin so frei“ ab 19 Uhr ihre Pforten und laden zu ungewöhnlichen, besinnlichen oder heiteren Veranstaltungen ein.

http://stadtkirche-og.de/html/veranst/detail.html?&m=1658&vt=1&tid=8111

Eine davon ist ein kleiner Workshop in „freiem Tönen“ ab 21:30 in der ev. Stadtkirche.
Aus der Stille, aus dem Lauschen tönen
mit der Stimme spielen
sich selbst im Klang erfahren
ohne Noten, ohne Text
einfach so, aus dem Moment.

Samstag, 20. Mai 2017
ev. Stadtkirche Offenburg
21:30 bis 22:10
Teilnahme kostenlos

4. RiesenKlangRad am 29. Mai

Flyer Riesenklangrad – Mai 2017

Am 29. Mai startet zum 4. Mal das RiesenKlangRad auf der Freiburger Frühjahrsmess‘!

Für zwanzig Minuten soll sich das Riesenrad der Firma Göbel in das größte Vertikalorchester der Welt verwandeln – in ein „RiesenKlangRad“!

In einer Gondel des Riesenrades sitzend, spielt jede und jeder auf einem Instrument nach Wahl, was er oder sie möchte. Es können Laien (Anfänger und Fortgeschrittene) ebensogut wie Profi-Musiker mitspielen. Alle sind willkommen, solange sie Spaß am Riesenradfahren und den Mut haben, „einfach drauflos“ zu tuten, tröten oder auch ein persönliches Lieblingsstück zu spielen – es gibt weder einen Dirigenten noch eine Partitur, also das einzige, was man „falsch“ machen kann, ist, sich diesen Spaß entgehen zu lassen!

Treffpunkt: Riesenrad
Uhrzeit: 14:45 (Viertelstunde Zeit zum Instrumente-Aufbauen)
Anmeldung unter: svenhinz@klangsignal.de