Eine szenische Lesung zwischen Philosophie, Theater und Musik
Wien, 1938: Während die politische Bedrohung immer näher rückt, begegnet der alte Sigmund Freud einem geheimnisvollen Besucher. Aus diesem Zusammentreffen entwickelt Eric-Emmanuel Schmitt ein spannendes Gedankenexperiment über Zweifel und Glauben, Angst und Hoffnung, menschliche Freiheit und die Suche nach Sinn.
Für text & ton wurde Der Besucher als besondere szenische Lesung gestaltet: Sven Hinz übernimmt sämtliche Rollen des Stückes und lässt die verschiedenen Figuren durch Stimme, Sprache und Bewegung lebendig werden.
Mit Requisiten, vorproduzierten Dialogen und klanglichen Einspielungen entsteht ein Theaterabend zwischen Lesung und Inszenierung. Die Konzentration auf die Stimme eröffnet einen unmittelbaren Zugang zu Schmitts philosophischem und zugleich menschlich berührendem Stück.
Die Musik
Die musikalische Gestaltung folgt den unterschiedlichen Stimmungen des Dramas und verbindet die Szenen zu einem größeren Klangraum.
Zu hören sind Werke für Violoncello und Klavier von:
- Hans Pfitzner
- Richard Wagner
- Erich Wolfgang Korngold
- Ernst Toch
- Anton Webern
- Richard Strauss
- Robert Schumann
Die Musik bildet keinen Hintergrund, sondern tritt mit dem Text in einen eigenen Dialog.
Besetzung
Rezitation und szenische Gestaltung
Sven Hinz
Klavier
Joachim Kist
Violoncello
Antoine Billet
Aufführung
Die Soirée
Eric-Emmanuel Schmitt: Der Besucher
wurde am 9. März 2024 im Rahmen von text & ton im depot.K Freiburg aufgeführt.
Über text & ton
Seit 2008 verbindet die Reihe text & ton Literatur und Kammermusik zu eigenständigen künstlerischen Programmen.
Neben literarisch-musikalischen Soiréen entwickelt die Reihe auch szenische Formate, in denen Sprache, Musik und Bühnenraum miteinander verbunden werden.
