Eugène Ionesco: Die Nashörner

Eine szenische Lesung zwischen Absurdität und Wirklichkeit

Was geschieht mit einer Gesellschaft, wenn plötzlich alle anders werden – und niemand mehr genau weiß, was normal ist?

Eugène Ionescos Theaterstück „Die Nashörner“ gehört zu den bedeutendsten Werken des absurden Theaters. Mit scharfem Humor und beklemmender Klarheit erzählt es von Anpassung, Mitläufertum und der Frage, was es bedeutet, sich selbst treu zu bleiben.

Für text & ton wurde das Stück in einer besonderen Bühnenfassung neu gestaltet: Sven Hinz spricht und verkörpert sämtliche Figuren des Dramas in einer szenischen Lesung, die Elemente von Theater, Rezitation und musikalischer Gestaltung verbindet.

Mit wenigen Requisiten, präziser sprachlicher Charakterisierung und musikalischen Zwischenräumen entsteht ein dichter Theaterabend, in dem die Grenzen zwischen Erzählen und Darstellung verschwimmen.


Die Musik

Die musikalische Gestaltung wurde eigens für diese Produktion komponiert.

Ruslan Khazipov entwickelte eine neue Komposition für:

  • Klavier
  • Klarinette
  • Violoncello

Die Musik reagiert auf die Entwicklung des Stückes und schafft eine zusätzliche Ebene zwischen Sprache, Atmosphäre und dramatischem Geschehen.


Besetzung

Rezitation und szenische Gestaltung
Sven Hinz

Klavier
Ruslan Khazipov

Klarinette
Andrei Starchenko

Violoncello
Antoine Billet


Aufführung

Die Soirée
Eugène Ionesco: Die Nashörner
wurde am 15. Februar 2025 im Rahmen von text & ton im depot.K Freiburg aufgeführt.


Über text & ton

Seit 2008 verbindet die Reihe text & ton Literatur und Kammermusik zu eigenständigen künstlerischen Programmen.

Die Abende entstehen aus einem engen Dialog zwischen Text und Musik. Neben klassischen Lesungen entwickelt die Reihe auch szenische Formate, in denen Sprache, Klang und Raum miteinander verbunden werden.